Rückblick: Verwandlung auf der Seewiese

von | 29 Feb, 2024 | Jugendarbeit

Im Sommer 2021 entstand die Idee eines Beteiligungsprojekts auf der Friedberger Seewiese. Die Fassade des dortigen Toilettengebäudes sollte von einer Gruppe Friedberger unter künstlerischer Leitung „verwandelt“ werden. Initiiert wurde das Projekt von Nadine Ahrens, einer aktiven Friedberger Bürgerin, und dem Fünf-Finger-Treff, einer Quartiersmanagement-Einrichtung in Trägerschaft der Diakonie Wetterau. Die künstlerische Leitung übernahm Simon Kneip vom Verein acht k.

Das Projekt startete im Frühjahr 2022. Es fand sich schnell eine 6-köpfige Gruppe zusammen: Paula Heitmann, Lea K. , Anke Löffel, Jan Pfrenger, Aiden Summerfield, Nadine Ahrens. Einige der Teilnehmer kannten sich schon von anderen Kunstprojekten in FB unter Leitung von Simon Kneip. Das Projekt beginnt mit einer Ortsbegehung, die Gruppe schaut sich die zu bemalenden Flächen an. Die Wände sind unterschiedlich groß, es gibt Nischen und Vorsprünge, was die Phantasie anregt. Die Teilnehmer kommen in regen Austausch und beginnen Ideen zu entwickeln. Danach wird im Fünf-Finger-Treff gebrainstormt, Ideen zum Thema „Natur“ werden gesammelt. Simon Kneip hat ein vielfältiges Angebot an Materialien und Werkzeugen zur künstlerischen Gestaltung bereitgestellt. Am ersten Tag entwickeln die Teilnehmer eine Fülle an Motiven und kommen in den Austausch über gemeinsame Motive. So zeichnet Anke Löffel eine riesige Schnecke auf der eine kindliche Figur sitzt, die von Aiden Summerfield erschaffen wurde. Oder die Lichterketten der Nacht/Partyszene von Jan Pfrenger vewickeln sich im Geweih des Hirsches von Paula Heitmann. Am zweiten Tag werden die Motive auf einer maßstabsgetreuen Zeichnung der Wandflächen digital angeordnet. Als alle Motive ihren Platz auf den Wänden gefunden haben wählen die Teilnehmer die Farben (Sprühdosen) für die Umsetzung aus. Die Gruppe verabredet sich für den Abend vor dem zweiten Projektwochenende um die Motive per Beamer an die Wände zu projizieren und vorzuzeichnen. Am darauffolgenden Samstagmorgen wird mit dem Malen begonnen. Es wird mit Sprühdosen, Acrylstiften und Pinseln gearbeitet. Einige Teilnehmer haben sich für Details Schablonen angefertigt. Viele Passanten bleiben stehen und kommen mit den Künstlern ins Gespräch, das Feedback ist durchweg positiv. Es wird vertieft und konzentirert für viele Stunden gemalt und am Abend des ersten Tages ist schon ein beachtlicher Teil des Werkes geschafft. Am Sonntag werden dann schließlich alle Motive vervollständigt und die verbindenden Hintergrundmotive ausgearbeitet.

Zeitungsartikel in der FNP